Ziele in der Umgebung

 

Um die spanische Lebensart und Kultur besser kennen zu lernen, bietet es sich an, einen Ausflug in das Umland von Madrid zu machen.

 

Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial

Ca. 45 Kilometer von Madrid im Nordosten gelegen, befindet sich der größte Renaissancebau der Welt. Die alte Schloss- und Klosteranlage wurde von König Phlipp II. in Auftrag gegeben und in den Jahren 1563 bis 1584 erbaut. Als „Schreibtischmonarch“ ging der König in die Geschichte ein, da er von hier aus regierte. Seit 1861 ist El Escorial keine königliche Residenz mehr. Am 2. November 1984 erklärte die UNESCO die Schlossanlage zum Weltkulturerbe.

 

 

Das Bauwerk wirkt trotz seiner extremen Größe nicht wie ein typischer Palast. Den sakralen Zweck betonen die nüchternen Fassaden der spanischen Renaissance. Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial besteht aus einer Kirche, dem eigentlichen Königspalast, einer großen Bibliothek und einem Kloster, die mit ihrer einzigartigen Schönheit ein Vorzeigebeispiel des Desornamentado-Stils sind. Mit 2000 Gemächern, 16 Höfen und 88 Brunnen gehört die Anlage damit zu einer der größten der Welt. Die Bibliothek umfasst über 40000 Bücher und bezaubert mit atemberaubenden Deckenfresken. In der monumentalen Kirche der Klosteranlage mit der eindrucksvollen Kuppel ist in der Krypta ein Großteil der spanischen Herrscher begraben.

 

Palacio Real (Aranjuez)

In Aranjuez, einer kleinen Stadt ca. 50 Kilometer von Madrid entfernt, befindet sich der Palacio Real. Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert im Auftrag von Philipp II. auf alten Ruinen eines Klosters erbaut, welches die königliche Familie als Sommerresidenz benutzt. Der Palast von Aranjuez mit seinen Gärten und der Stadt steht auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

 

Der vierflügelige Renaissancebau ist ein märchenhafter Barockbau mit einem ovalen Schlossplatz und zeigt seinen königlichen Zweck in einer erlesenen Einrichtung und einem kostbaren Porzellansalon. Auch der Thronsaal und die Schlosskapelle beeindrucken bis heute. Wer in der großzügigen Parkanlage einen Spaziergang machen möchte, erlebt dort eine schöne Kulisse mit dem vorbei fließenden Fluss Tajo. Ein chinesischer Pavillon verleiht dem Park dabei einen Hauch Exotik.

 

Alcalá de Hanares

Alcalá de Hanares ist eine Stadt mit römischen Wurzeln ungefähr 30 Kilometer vor Madrid. Sie weist einen historischen Stadtkern aus, ein weiteres Highlight ist die Universität, die zu einer der ältesten Europas zählt. Mit dem Fluss Henares, der durch die Stadt fließt, bietet die Stadt ein malerisches Ambiente. Die Stadt hat 204.000 Einwohner und ist Sitz eines römisch-katholischen Bischofs.

 

Miguel de Cervantes soll hier geboren sein. Das "Geburtshaus" des Schöpfers von Don Quijote gehört daher zu den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die vielen religiösen Gebäude, allen voran die Kathedrale an der Plaza de los Santos Niños locken jedes Jahr viele Besucher in die Stadt vor den Toren von Madrid. Die Puerta de Madrid und die alte Stadtmauer sind nur einige Sehenswürdigkeiten, die in Alcalá de Hanares zu nennen sind. Ein besonderes Flair verleihen die vielen Störche, die auf den Türmen der Stadt wohnen und der erholsame Botanische Garten.

 

Toledo

Die ehemalige Hauptstadt Toledo liegt 70 Kilometer südlich von Madrid am Ufer des Tajo. Die Stadt hat rund 77.000 Einwohner und ist Sitz eines Erzbistums. Toledo weißt eine uralte Geschichte von den Keltiberern, Römern und Goten auf, die von zahlreichen Bauwerken und Sehenswürdigkeiten dokumentiert wird.

 

Die Altstadt mit der Kathedrale Santa María aus dem 13. Jahrhundert und dem Alcázar aus dem 16. Jahrhundert verleihen der Stadt eine altehrwürdige Atmosphäre. Die zahlreichen Kirchen, Museen und ein Kloster machen die Stadt sehenswert. Zwei der ganz selten erhaltenen mittelalterlichen Synagogen sind Zeugnisse der jüdischen Bewohner, die sich in der Vergangenheit in Toledo niedergelassen hatten. Erwähnenswert ist außerdem die kleine Kirche Cristo de la Luz aus dem ausgehenden 10. Jahrhundert. Die Puente de Alcántara über den Tajo diente seit der Römerzeit als Hauptzugang zu der Stadt.

 

Ávila

Auf einer Höhe von 1.128 Metern liegt Ávila, eine sehr alte Stadt, rund 110 km nordwestlich von Madrid am Fluss Adaja. Seit der römischen Zeit war die Stadt ununterbrochen besiedelt. Unter den Westgoten gehörte sie aufgrund ihrer Nähe zur Hauptstadt Toledo zu den wichtigsten des Königreichs. Die Stadt ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO.

 

Die komplett erhaltene romanische Stadtmauer aus dem 11. bis 14. Jahrhundert beeindruckt mit einer Länge von 2500 Metern und ihren 88 Türmen. Die gotische Kathedrale der Stadt ist in die Stadtmauer eingelassen und dient somit als Teil einer riesigen Befestigungsanlage. Ávila besitzt des Weiteren zahlreiche romanische Kirchen, die teilweise außerhalb der Stadtmauer liegen. In der Altstadt hängen bis heute mehrere Gedenktafeln von General Franco, da die Stadt als besonders Loyal galt.

 

Valle de los Caídos

Der volle Name des Tals lautet Monumento Nacional de Santa Cruz del Valle de los Caídos Es ist ein Monument bei Cuelgamuros in der Sierra de Guadarrama, 15 Kilometer von Madrid entfernt. Bekannt wurde der Ort, weil sich dort die Grabstätten des Diktators Francisco Franco und José Antonio Primo de Rivera befinden. Es hat den Ruf als eines der größten neueren Mausoleen der Welt und ist architektonische Symbol der Diktatur Francos. Der Komplex wird jährlich von ca. 400.000 Touristen und Anhängern des Franco-Regimes besucht.

 

Das Monument steht auf dem Gipfel des Risco de la Nava. Es ist ein 150 Meter hohes Betonkreuz, welches mit einem großen Aufmarschplatz, einem Benediktinerkloster und einer Basilika ein eindrucksvolles Zeugnis des Franco-Regimes darstellen sollte. Die Basilika, eine riesige künstliche Höhle, wurde ab 1940 von mehr als 20000 Zwangsarbeitern unter schwierigsten Bedingungen in den Fels der Sierra de Guadarrama geschlagen. Die Arbeiten hierfür dauerten über 18 Jahre hin. Unter der 42 Meter hohen Kuppel befinden sich die Gräber Francos und von Primo de Rivera. In einem angrenzenden Schrein ruhen die Gebeine von etwa 30.000 Gefallenen des spanischen Bürgerkriegs.

 

Segovia

Wenn man einen Ausflug ins Umland von Madrid einplant, sollte man sich Segovia ansehen, ca. 90 Kilometer nordwestlich. Sie ist eine Stadt mit etwa 55.000 Einwohnern und liegt auf einer 1.000 Meter hohen Felszunge zwischen den Flüssen Eresma und Clamores. Übersetzt heißt der Name etwa Siegeshöhe.

 

Der historische Stadtkern ist mit seinen über 20 romanischen Kirchen wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Auch der berühmte 28 Meter hohe und 728 Meter lange antike römische Aquädukt mit seinen 118 Bögen ist beeindruckend. Er stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und versorte die Stadt bis in die 70er Jahre mit Wasser. Die spätgotische Kathedrale von Segovia wurde zwischen 1525 bis 1577 errichtet. Der Alcázar ist eine märchenhafte Palastfestung, die sich über die ganze Stadt erhebt und somit einen schönen Ausblick bietet.

Sehenswert ist auch der Palacio Real von La Granja. Der Palast ist nach dem Vorbild des Schlosses von Versailles errichtet.

 

Spanisch lernen

Lernen sie vor Ort Spanisch zu sprechen, indem Sie einen Sprachaufenthalt in einem spanischsprachigen Land unternehmen.